Historische Bedeutung
Das Rentamt in der Bgm.-Haide-Straße 21 war über Jahrzehnte ein Zentrum für die Verwaltung der fürstlichen Ländereien und Wälder. Als Teil des Hauses Oettingen-Wallerstein spiegelt es die feudale Struktur vergangener Jahrhunderte wider und ist ein architektonisches Zeugnis der Verwaltungsorganisation im ländlichen Schwaben.
Sanierung und neue Nutzung
Inzwischen ist klar: Das leerstehende, denkmalgeschützte Gebäude wird umfassend saniert und in eine offene Ganztagsschule (OGTS) umgewandelt. Die Sanierung ist notwendig, da sich das Gebäude in einem schlechten Zustand befindet – Decken, Fenster, Elektrik und Sanitäranlagen müssen vollständig erneuert werden. Dabei wird großer Wert auf denkmalgerechte Restaurierung gelegt, wie Bürgermeister Ralf Wetzel betont.
Ein geplanter Anbau mit Aufzug soll das Gebäude barrierefrei machen und die beiden Gebäudeteile verbinden. Die Sanierungskosten belaufen sich auf rund 4 Millionen Euro, wovon etwa 2,4 Millionen Euro durch Fördermittel der Regierung von Schwaben gedeckt werden könnten.
Bildung mit Geschichte
Mit der Umnutzung des Rentamts zur Ganztagsschule entstehen 120 neue Betreuungsplätze für Grundschulkinder. Damit wird nicht nur ein historisches Gebäude erhalten, sondern auch ein wertvoller Beitrag zur Bildungsinfrastruktur der Region geleistet. Mit der Betreuung von Schülerinnen und Schülern im Rahmen der offenen Ganztagsschulen unterstützt die gfi gGmbH die Bayerische Staatsregierung bei ihrem Vorhaben, die Ganztagsangebote entscheidend auszubauen.
Unser OGTS – Team freut sich schon sehr auf die neuen Räumlichkeiten, die auch mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei der inhaltlichen Arbeit bieten werden. Wir sind sicher, dass die Kinder und das Team sich in den Räumlichkeiten des historischen Rentamts sehr wohl fühlen werden.
Das Rentamt Ziemetshausen ist ein Paradebeispiel dafür, wie Vergangenheit und Zukunft miteinander verbunden werden können – ein Denkmal, das bald wieder mit Leben gefüllt sein wird.