„Wir waren sehr froh für das Startchancen-Programm ausgewählt worden zu sein“, erzählt Jenny Weid, Schulleiterin der Luitpoldschule in Ansbach. Die Grund- und Mittelschule nimmt seit dem Schuljahr 2024/2025 am Programm teil und setzt dabei seit Anfang an auf die Kompetenz der gfi. „Wir sind auf einem tollen Weg in der Schulentwicklung, aber vieles ist vorher an fehlendem Personal oder Geld gescheitert.“
Das Startchancen-Programm ist eine Initiative der vorherigen Bundesregierung in Kooperation mit den Ländern. Ziel ist es, Bildungschancen gerechter zu gestalten, denn in Deutschland bestimmt nach wie vor das Elternhaus maßgeblich über die schulische und berufliche Zukunft der Kinder. Statt wie bisher Geld zweckgebunden bereitzustellen, können die ausgewählten Schulen selbst entscheiden, was am dringendsten vor Ort gebraucht wird. In Bayern wurden insgesamt 580 Schulen für das Programm ausgewählt.
Assistenzkräfte entlasten im Unterricht
„Es ist wirklich ein sehr schönes Programm. Es macht viele ganz unterschiedliche Ansätze möglich. Es ist gut, dass jetzt darauf gehört wird, was Schulen wirklich brauchen“, ergänzt Clemens Schmidt, stellvertretender Leiter des gfi-Standorts Mittelfranken. Zusammen mit seinem Team für Bildungs- und Betreuungsangebote an Schulen hat er vor zwei Jahren einen Modulkatalog zusammengestellt, aus dem sich die Schulen unterschiedliche Unterstützungsangebote heraussuchen können.
Die Luitpoldschule hat sich für Assistenzkräfte im Unterricht entschieden. „Sie entlasten die Lehrkräfte in vielen Bereichen und helfen Schülern und Schülerinnen kleine Aufgaben selbst zu erledigen. Eine Lehrkraft kann nicht immer überall sein, so dass eine zweite Kraft da viel helfen kann. Auch die Einzelförderung kann so erfolgen, z.B. beim Lesen üben.“ Fünf gfi-Mitarbeitende sind täglich vor Ort, helfen auch mal beim Schuhe binden, oder trainieren, wie die Kinder einen Stift halten. „Alle Kräfte erfüllen unsere Erwartungen, setzen sich hier ein und sind gut ins Team integriert. Auch andere Leistungen der gfi nutzen wir oder werden das in Zukunft tun“, betont die Schulleiterin.
Von therapeutischen Angeboten bis Kreativprojekte
An mehr als 20 Schulen, in Ansbach, in Weißenburg, in Schwabach und Nürnberg, sind gfi-Mitarbeitende für Aufgaben wie diese mittlerweile im Rahmen des Programms im Einsatz. „Wir haben auch Mitarbeitende in der Ergotherapie, in der Logopädie vor Ort, einige bieten kreative Angebote an, um das Selbstwertgefühl der Kinder zu stärken. Theaterprojekte.... eine Chorleiterin für einen Kinderchor haben wir engagiert. Die Bedürfnisse sind vielfältig. Wir gehen auf die Schulen zu und fragen, was konkret gebraucht wird, stoßen Ideen an und schauen dann, wie wir es umsetzen können. Viele unserer Kolleginnen bringen zum Beispiel bestimmte Sprachkenntnisse mit, Ukrainisch, Türkisch. Das alles funktioniert wirklich sehr gut“, schließt Clemens Schmidt.