Was hat ein Schuh zu tun mit einem Rennauto? Und eine Socke mit einem Krokodil? Aus Alltagsgegenständen lässt sich allerlei entwickeln. Der Umriss eines Halbschuhs auf einem Papier, versehen mit vier Rädern, erinnert etwa direkt an ein Auto. Und eine abgezeichnete Socke hat eine ganz ähnliche Form wie ein Krokodil – noch deutlicher wird das, wenn man ihr ein Maul verpasst.
So sehen Einführungen in der KreativKita aus. Sie ist eine Veranstaltung vom KinderKunstRaum der Stadt Nürnberg in der Kulturwerkstatt Auf AEG. Kinder aus Nürnberger Kitas besuchen die Werkstatt an sechs Vormittagen im Projektjahr. Und nach dem Betrachten von und Sprechen über andere Kunstwerke dürfen sie selbst loslegen.
Viel Platz und besondere Materialien
In diesem Kitajahr ist die gfi-Einrichtung vier elemente SpielRaum beim Projekt dabei. Zehn Kinder aus dem mittleren und letzten Kitajahr machen sich ungefähr einmal im Monat auf in die nahegelegene Kunstwerkstatt. Die Künstler*innen Elisaweta Smuschkevic und Franz Flemming leiten sie kreativ an.
In der Werkstatt haben die kleinen Kreativen jede Menge Platz und unterschiedlichste Materialien wie Pappe, Farbe, Gips oder Draht. “Das gibt es so Zuhause nicht, und auch in der Kita können wir das nicht bieten”, berichtet Leiterin Carola Nachtwey. Besonders gefällt ihr am Projekt außerdem, “dass sich die Kinder mit ganz neuen Dingen beschäftigen”.
Kreativität für Alle
Zum Beispiel eben mit einer abstrakt gedachten, philosophischen Herangehensweise an ein klassisches Thema wie Tiere – hier eben das Sockenkrokodil. Oder das Thema Kontraste: Das kann neben künstlerisch klarer umsetzbaren Gegensätzen wie hell und dunkel, hart und weich eben auch die Verknüpfung Schuh-Rennauto bedeuten.
“Die Kinder gehen total gern in die KreativKita”, so gfi-Einrichtungsleiterin Nachtwey. Und das gilt für alle: Der SpielRaum arbeitet integrativ und hat auch in der Kunstwerkstatt genug Personal dabei, um kleine Künstler*innen mit besonderen Herausforderungen zu unterstützen.