Über die KiKom-App und durch einen Elternbrief wissen es die meisten bereits: Seit 28.01 ist Santina Roser die neue Leitung unseres Kooperativen Ganztags. Es gab auch schon eine Möglichkeit, sie persönlich kennenzulernen. Wer nicht vorbeischauen konnte, kann hier ein wenig über sie und ihren Arbeitsalltag nachlesen.
Wie waren deine ersten Wochen an unserer Grundschule?
Santina Roser: Ich bin gut gestartet und wurde von allen Seiten herzlich willkommen geheißen. Das Team, die Schulleitung, unser Hausmeister – alle sind sehr freundlich. Zu meinem Start hatte ich auch Tische im ersten Stock aufgebaut, mit Kaffee und Keksen, ein Angebot an die Eltern, mich kennenzulernen. Ein paar haben das auch angenommen, aber noch viel mehr Kinder haben vorbeigeschaut und waren neugierig, wer da jetzt steht und Kekse dabeihat. Auch bei einer Elternbeiratssitzung war ich bereits dabei. Ich denke, wir konnten eine gute Grundlage für eine gute Zusammenarbeit schaffen.
Welche Erfahrungen bringst du mit?
Santina Roser: Nach dem Abitur habe ich in Erlangen und Nürnberg studiert. Zuerst habe ich Lehramt ausprobiert, das war dann aber nichts für mich. Meinen Bachelor habe ich in Germanistik und Soziologie gemacht, meinen Master in Erziehungswissenschaftlicher Bildungsforschung. Während des Studiums habe ich erst als Betreuerin, dann als feste Mitarbeiterin an einer Ganztagsschule gearbeitet. Dann kam noch die Erfahrung als Leitung dazu – und nach ein paar Jahren wurde es jetzt Zeit für etwas Neues. Eigentlich hatte ich mich auf eine andere Stelle beworben, doch dann wurde mir die Leitung des KoGas hier angeboten. Eine tolle Möglichkeit – ich finde, man landet immer dort, wo man hingehört.
Wie sieht denn dein Arbeitstag aus?
Santina Roser: Meistens starte ich zwischen 8 und 9 Uhr. Zuerst bin ich im Büro, um zu checken, was ist los, was es Neues gibt und was ich wissen muss. Dann geht es sehr unterschiedlich weiter. Mal gibt es einen Jourfix mit der Schule oder ein Treffen mit Franziska Barwig oder der Buchhaltung. Und sobald sich mal eine Lücke in meiner Schreibtischarbeit auftut, laufe ich nach oben und besuche das Team. Ich möchte alle persönlich kennenlernen. Am Faschingsdienstag war ich auch bei der Faschingsparty dabei – natürlich verkleidet. Und ich arbeite immer wieder auch in den Lernbereichen mit. Ich finde, der Perspektivwechsel tut gut. Und als ehemalige Betreuerin und jetzige Leitung habe ich ein Verständnis für beide Rollen.
Welche Ziele hast du dir für deine Arbeit an unserer Grundschule gesteckt?
Santina Roser: Mein großes Ziel ist, dass es den Kindern bei uns gutgeht. Sie verbringen hier ja viel Zeit, da sollen sie sich wohlfühlen und entfalten können. Und das Team soll sich wertgeschätzt, gesehen und gehört fühlen. Wir machen gerade eine Teamentwicklung, ein Angebot von unserem Träger, da können wir ganz viel lernen. Meine Aufgabe ist gerade, den Überblick zu bekommen: Wer macht was? Und bekommt die Person dafür Anerkennung? Deshalb bin ich auch bei den Teamsitzungen dabei, um das alles mitzubekommen und gleichzeitig meine Rolle zu finden. Die Kommunikation ist bei uns ein großes Thema. WLAN und Netz sind im Schulgebäude nicht sehr verlässlich, was eine reibungslose interne Kommunikation erschwert. Deswegen will ich das besonders im Blick haben. Mein Ziel ist es nicht, alles umzustürzen, sondern erstmal das Vorhandene zu sortieren und anschließend nach und nach die Dinge anzugehen, die man ändern muss. Und dabei alle mitzunehmen, ist mir wichtig.
Als du zum ersten Mal in unserem neuen Schulgebäude warst, welchen Eindruck hattest du da?
Santina Roser: Wie schön alles ist! Die Räumlichkeiten sind so gestaltet, dass man sich wohlfühlt. Und ich finde, es ist aus Kinderperspektive gut gebaut. Auch die vielen Fenster, vor allem die Sichtfenster bei jedem Zimmer, finde ich gut. Alles ist dekoriert. Und gleich im Eingangsbereich findet man alle Ansprechpartner. Die Schulleitung, das Sekretariat und auch mein Büro. Das ist gut gelöst.
Hast du einen Lieblingsort an unserer Schule?
Santina Roser: Tatsächlich die pädagogische Küche oben im Lernbereich. Es ist ein offener Raum, da ist immer was los. Am Nachmittag gibt es hier die Vesper, bei der die Kinder auch bei der Vorbereitung mithelfen. Sie machen hier manchmal Hausaufgaben, wenn es anderswo zu unruhig ist, und kommen auch für Gruppenarbeiten her. Es ist ein familiärer Raum, ein Ort des Zusammenkommens. Hier treffe ich immer jemanden.
Wenn du an deine eigene Schulzeit zurückdenkst, wie warst du denn als Grundschulkind?
Santina Roser: Ich war gerne Schulkind, aber auch sehr schüchtern. Oft habe ich mich ein bisschen schwergetan und dann kam es auf die Lehrkräfte an, wie wohl man sich gefühlt hat. Es ging ja auch viel darum, Freundschaften zu knüpfen und sich in der neuen Situation zurechtzufinden. Da war es wichtig, dass es Menschen gab, die einen sehen. Deswegen ist es mir auch hier so wichtig, dass sich die Kinder wohlfühlen. Manche brauchen einfach etwas mehr Anleitung – und ich denke, das habe ich durch meine eigenen Erfahrungen gut im Blick.